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586171 web R K by Benjamin Thorn pixelio.de

Benjamin Thorn / pixelio.de

"Gewisse Erleuchtungen könnten den unerwünschten Nebeneffekt erzeugen, uns unseren Feinden transparenter zu machen."
(Quelle: "Expose" © Martin Gerhard Reisenberg)

Transparenz wird als wichtiges politisches Werkzeug - aber auch leider sehr häufig als Waffe eingesetzt. Transparenz kann auch in Form von Überwachung, zur Denunziation und Entblössung eingesetzt werden. Transparenz ist folglich nicht überall sinnvoll einzufordern und umzusetzen.

ÜberwachungBearbeiten

Wo ist die Grenze von Transparenz, um nicht zur Überwachung zu werden bzw. Privat- & Intimsphäre eines Menschen nicht zu verletzen?

KonflikteBearbeiten

Welchen Raum von Vertraulichkeit brauchen Menschen einfach - vor allem, wenn Konflikte und deren Lösung (oder Positionierungen) das Alltagsgeschäft sind?

Jetzt könnte man auch mit "Post-Privacy" kommen und behaupten, dass es egal ist, wenn der eigene Konflikt an die Öffentlichkeit gelangt. Gewisser Weise stimmt das auch, denn der viralen Öffentlichkeit wird der Konflikt ja nicht aufgezwungen (man kann wegklicken oder überlesen). Ist es wirklich keine Belästigung der Timeline, wenn Kontrahenten ihren Konflikt unbedingt mit "Social Media" als Werkzeug oder Waffe austragen müssen?

Es spricht nicht unbedingt für die soziale Kompetenz von Menschen, die ihren Konflikt in der Öffentlichkeit austragen. Oder warum geht ihr mit Eurem Partner nicht grundsätzlich in den Supermarkt bzw. in die Oper, um Euren Konflikt lautstark auszutragen? Nur, weil ihr die anderen nicht stören wollt - oder auch, weil dieser Rahmen nicht unbedingt der geeignetste ist, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen?

Oder ist es bereits ein Hilferuf, dass ihr damit alleine nicht zurande kommt? Denn genau das ist es: Ein Hilferuf einer höheren Eskalationsstufe!! ... oder auch Bequemlichkeit bzw. Feigheit, den persönlichen und direkten Kontakt zu scheuen.


StufenBearbeiten

Es fällt auf, dass es nur zwei Arten von Transparenz zu geben scheint: Absolute, teils fast aggressive Transparenz - und Intransparenz, geheimes Klüngeln. Was fehlt, das sind Stufen - z.B. eine Transparenz, die rein innerhalb der Partei transparent ist und somit gemeinsam entscheidet, was davon überhaupt an die lauschende Öffentlichkeit gehört - und was in der Öffentlichkeit schlicht und einfach nichts zu suchen hat.


Die öffentliche Meinung einzuschalten, zur Presse zu gehen, oder einen Blogbeitrag zu schreiben - ohne einen persönlichen Klärungsversuch unternommen zu haben (bzw. vorhandene Strukturen zur Klärung zu nutzen) - sollte scharf verurteilt werden und bei Trägern von Verantwortung Konsequenzen haben.



LinksBearbeiten

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