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Gerd Altmann / pixeio.de

"Anonymes Handeln sowie die Verwendung eines Pseudonyms im Internet sind nicht unumstritten. Zum einen soll der Bürger online dieselbe Möglichkeit zur anonymen Bewegungsfreiheit im Netz haben, wie es auch offline der Fall ist. Im offline-Alltag gibt es zahlreiche Situationen die keiner Identifizierung bedürfen. Sei es im Gespräch auf öffentlicher Straße, beim Einkauf im Supermarkt mittels Bargeld, bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Besuch kultureller Veranstaltungen etc. Viele tagtägliche Unternehmungen funktionieren ohne sich dabei ausweisen zu müssen.

Auf der anderen Seite sehen manche die (vermeintliche) Anonymität im Netz als die Ursache für verbale Ausfälle und Beleidigungen an. Außerdem, erleichtere sie Auswüchse wie das Cyber-Mobbing oder Grooming.
In der politischen Debatte solle außerdem eine Kultur der Offenheit gefördert werden, zu der die Nennung eines Klarnamens gehöre. Zudem sei es die freie Entscheidung der Betreiber von Internetseiten, ob sie ihre Nutzer zur Offenlegung des Klarnamens verpflichten wollen oder nicht.

Politische Bedeutung
Die Frage, ob sich der Mensch im Netz grundsätzlich anonym oder grundsätzlich von allen erkannt bewegt, ist von entscheidender Bedeutung für die weitere Nutzung und Entwicklung des Netzes. Viele Frauen nutzen Pseudonyme im Netz, um sich vor Stalking zu schützen. Politisch Verfolgte nutzen Pseudonyme um ihre Meinungsfreiheit im Netz auszuüben, marginalisierte Bevölkerungsgruppen, um unerkannt ihren Interessen nachzugehen oder für ihre Position zu werben, ohne Ächtung oder Gefahren im realen Leben ausgesetzt zu werden." (netzpolitik.cdu.de)