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Gerd Altmann / pixelio.de

Transparenz wird häufig in einem Atemzug mit Nachvollziehbarkeit genannt. Transparenz ist aber nicht zwangsläufig automatisch nachvollziehbar - im Gegenteil!

Eine einzelne transparente Information macht nur als solche Sinn, wenn diese kontextualisiert wurde, also in ihren Zusammenhang gestellt wurde. Nur aus dem Zusammenhang erschliesst sich der Sinn eines einzelnen Datums. Nachvollziehbar ist die Information damit aber noch nicht - sie kann nur einsortiert werden.

Damit Transparenz nachvollziehbar wird, muss diese über sich selbst hinaus wachsen.

Minimale NachvollziehbarkeitBearbeiten

Wenn man die folgenden Definitionen versucht auf das notwendige Minimum zu reduzieren, was unter "Nachvollziehbarkeit" verstanden werden kann, dann ist dies neben der "Kontextualisierung"  eine Darstellung der Zusammenhänge bis zu dem Ereigis und eine Erklärung der (möglichen) Auswirkungen in allgemeinverständlicher Sprache. Jedenfalls wird die Informationsebene reiner Daten verlassen.


Lern-MedienBearbeiten

Auf den Politbetrieb angewandt ist dies an sich nur möglich, wenn für die einzelnen fachlichen Entscheidungen neben einer Transparenz der jeweiligen Politiker, Lern-Medien für eine allgemeine Einführung in die jeweilige Thematik geliefert werden. Wir befinden uns mit der Nachvollziehbarkeit also in der multimedialen Ebene der Transparenz.

Die Aufgabe und somit auch Finanzierung von diesem Aufwand könnte sich aus dem Auftrag zur politischen Willensbildung der Regierung und der Parteien, sowie aus dem Informations- & Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien ergeben.


DefinitionBearbeiten

Nachvollziehbarkeit wird als Reproduzierbarkeit (im Sinn wissenschaftlicher Versuche), Rückverfolgbarkeit von Anforderungen des gesamten Entwicklungsprozesses und Verstehen einer Argumentation oder eines Verhaltens beschrieben.

Der Duden nennt als Synonyme Evidenz  und Sicherheit.


EvidenzBearbeiten

unmittelbare und vollständige Einsichtigkeit bzw. "auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden Wissensquellen bzw. Daten"

"Evidenz (lat. evidentia = Augenscheinlichkeit ) bedeutet umgangssprachlich: Augenschein, Offenkundigkeit, völlige Klarheit. „Das ist doch evident“ bedeutet somit, dass etwas nicht weiter hinterfragt werden muss. Im Kontext der Evidenzbasierten Medizin hat der Begriff Evidenz eine völlig andere Bedeutung. Hier leitet er sich vom englischen Wort  "evidence" (= Aussage, Zeugnis, Beweis, Ergebnis, Unterlage, Beleg) ab und bezieht sich auf die Informationen aus wissenschaftlichen Studien und systematisch zusammengetragenen klinischen Erfahrungen, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen." (ebm-netzwerk.de)

„Evidence“ heisst im Englischen „Beweis“, „Klarheit“. (intrag.info)


SicherheitBearbeiten

Im Kontext zur Transparenz kann man "Sicherheit" fast nur als wirkliche Möglichkeit der Kontrolle und nahezu "Überwachung" verstehen. Nachvollziehbar ist etwas folglich dann, wenn man etwas nicht nur verstehen - sondern sich dem auch sicher sein kann.


TraceabilityBearbeiten

Rückverfogbarkeit: "Nachvollziehbarkeit versteht man die Möglichkeit zur Verfolgung einer Systemanforderung in vorwärts- und rückwärtsgerichteter Richtung, d.h. von ihrem Ursprung über ihre Beschreibung, Spezifikation, Implementierung bis hin zur Verifikation." (software-kompetenz.de)


VerstehenBearbeiten

"Oft ist ein Verstehen nur mittels sogenannter Deutungsrahmen möglich. Deutungsrahmen sind gesellschaftlich verbreitete und individuell angeeignete Wissensstrukturen, auf die Prozesse des Verstehens aufbauen. Deutungsrahmen sind für das Verständnis von - vor allem sprachlicher - Kommunikation bedeutsam: der Empfänger einer Information reichert in der meist ungenauen / unvollständigen Alltagskommunikation das Gehörte oder Gelesene mit Kontextinformationen an bzw. ergänzt es; erst dadurch bekommt dieses seinen vollen bzw. einen eindeutigen Sinn. Er ordnet Sinneseindrücke und Erfahrungen einer bedeutsamen Struktur zu. Deutungsrahmen sind mentale Repräsentationen der Welt im Gehirn des Einzelnen. Sie prägen seine Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umfeldes und die Bedeutung, Sinnhaftigkeit und Einordnung sozialer Handlungen anderer Personen, und seine Reaktionen (zum Beispiel Empathie) darauf. Man kann auch Deutungsrahmen von Gruppen gesellschaftlichen Gruppen oder Gesellschaften konstruieren." (Wikipedia - siehe auch "Hermeneutik")

Lineare NachvollziehbarkeitBearbeiten

Nachvollziehbar wird eine Information, wenn die gesamten Zusammenhänge, die zum Entstehen einer Information geführt haben und ihre Auswirkungen, offen liegen. Das sind weit mehr Informationen als nur der Kontext.

Vergangenheit & GegenwartBearbeiten

"Transparenz soll im Folgenden als Zustand, in dem die objektive und subjektive Nachvollziehbarkeit von vergangenen und gegenwärtigen Handlungen und Situationen gewährleistet ist*, verstanden werden."

* = Nachvollziehbarkeit hängt davon ab, ob Argumente, Hintergründe, Fakten, 
etc. (generell Informationen) „[…] in der Sprache sowie unter Berücksichtigung 
des Hintergrundwissens und der intellektuellen Fähigkeiten des Adressaten 
vorgetragen werden.“ (Schmitt, 2005, S. 104). 

Nachvollziehbarkeit setzt also eine eindeutige und präzise Formulierung sowie 
ein mögliches Verständnis ohne die Notwendigkeit von Expertenwissen voraus.

Sebastian Maucher - Schattenseiten der Transparenz

Vorwärts & RückwärtsBearbeiten

"Nachvollziehbarkeit versteht man die Möglichkeit zur Verfolgung einer Systemanforderung in vorwärts- und rückwärtsgerichteter Richtung, d.h. von ihrem Ursprung über ihre Beschreibung, Spezifikation, Implementierung bis hin zur Verifikation." (software-kompetenz.de)


HumorBearbeiten

"Transparenz bedeutet die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen.

Begründung

Immer wieder wird angebracht, dass wir Piraten Transparenz nicht definiert haben. Diese Initiative soll versuchen diesbezüglich mehr Klarheit zu schaffen, was wir unter dem Schlagwort "Transparenz" verstehen." (lqfb.piratenpartei.de)


VollziehbarBearbeiten

"Und wie steht es mit „nachvollziehbar“? Genauso schlimm. Um das zu verstehen, lassen wir mal die Vorsilbe „nach“ weg. „Vollziehbar“ also. Was heißt das? Wahrig, Deutsches Wörterbuch, sagt: „durchführen, leisten, in die Tat umsetzen…“. In Polizei- und Gerichtsakten kommt das Vollzogene öfter vor, bis hin zum vollzogenen Geschlechtsakt. Und nun: „Nachvollziehbar“, meist negativ verwendet, also „nicht nachvollziehbar“. Bleiben wir beim Wahrig, dann heißt das: „Das kann ich nicht durchführen, nicht leisten, nicht in die Tat umsetzen. Ich kann das nicht.“ Gemeint ist offenbar etwas ganz anderes. Gemeint ist: „Ich verstehe das nicht. Mir ist das unverständlich.“ Das einzugestehen, fällt vielen schwer. Diese Scheu geht so weit, dass man in Gesprächen sehr, sehr deutlich sagt. „Ich habe Sie akustisch nicht verstanden, obgleich nicht die Akustik, sondern das Verständnis versagt hat." (sprach-los.blogspot.de)

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